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Praterstern - Ein Ort mit Atmosphäre

Der Wiener Praterstern bietet neben seiner Funktion als Bewegungsort und Portal in die Stadt auch Verweil- und Kommunikationsorte an und fungiert als große Drehscheibe, die Fuß- und Radwege mit dem Netz des öffentlichen Verkehrs verknüpft. Um den Praterstern als Großes Ganzes zu behandeln, gilt es seine Qualitäten und Potentiale zu erkennen und gemeinsam mit einer Verbesserung der räumlichen Angebote eine höhere Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Vorhandenes entfernen und den Raum öffnen

Um Nutzungspotenziale des Raums ausschöpfen und Wegeverbindungen verbessern zu können, sollen einzelne Bestandselemente entfernt werden. So wird angeregt, die Grillagen und Teile der Kolonnaden um das Tegetthoff-Denkmal aus dem Vorplatz zu nehmen und diesen freizuspielen. Wege- und Sichtbeziehungen werden geöffnet und der Raum steht für qualitätsvollen Aufenthalt sowie temporäre Nutzungen zur Verfügung.

Den Bestand würdigen und integrieren

Den Praterstern prägende Bausteine sollen ihm auch weiterhin sein Gesicht geben. Nicht tabula rasa soll das Prinzip der Umgestaltung sein, sondern ein behutsamer und würdigender Umgang mit dem Vorhandenen. Bestehende Elemente werden aufgegriffen und in das neue Nutzungs- und Gestaltungskonzept eingebunden. Ein neuer Kontext erlaubt einen neuen Blick auf vermeintlich Bekanntes und schafft neue Möglichkeiten der Raumnutzung.

Bausteine ergänzen und neue Identitäten simulieren

Neben dem Entfernen und Aufgreifen von Bestandselementen gilt es auch, den Bedarf an neuen Bausteinen zu identifizieren und diese im Raum zu ergänzen. Vorgeschlagen werden Sitzelemente und Pflanztröge, die den Teilräumen neue Nutzungsschwerpunkte zuweisen können und bestehende Strukturen qualifizieren. Gekennzeichnet in einer Signalfarbe werden diese Ergänzungen erkennbar und zu neuen Identifikationselementen.

Eine neue Adresse schaffen

Der Praterstern ist nicht nur Drehscheibe und Verkehrsknoten, er ist auch Bindeglied und Eingangsportal in die umliegenden Quartiere. Der Anspruch dieser Knüpfungen muss sich auch in der Umgestaltung abbilden – Gestaltungselemente treten über die Schwelle der Fahrbahn auf die angrenzenden Bereiche. Am Praterstern selbst muss es gelingen, eine kräftige Adresse auszubilden, die den Standort als eigenständig und selbstbewusst wahrnehmbar macht.

Veränderung als Prozess begreifen

Die Eingriffe erzeugen Veränderungen vor Ort: Aufenthaltsbereiche verlagern sich, NutzerInnengruppen werden heterogener und beweglicher, Bausteine und Programmierungen verdichten sich. All dies lässt sich jedoch nicht in einem Stück in den Praterstern einschreiben, sondern bedarf einer schrittweisen Annäherung mit engen Abstimmungen mit allen beteiligten und betroffenen AkteurInnen. Nur in Wechselwirkung mit allen unterschiedlichen Interessenslagen lässt sich dieser Prozess gestalten.

Ein faires Klima fürs Verweilen schaffen

Der Praterstern ist Raum für alle. Entsprechend inklusiv, differenziert und konsumfrei sind die Angebote der Nutzung und des Aufenthalts zu gestalten. Schrittweise lassen sich die gestalterischen und programmatischen Eingriffe unmittelbar vor Ort überprüfen, anpassen und erweitern.