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Kulturparkett Helvetiaplatz

Ein kleinteiliger Rahmen aus Baumgruppen bildet einen räumlich wie funktional spürbaren Kontrast zur offenen Mitte, die Platz für Neues schafft. Der parkettförmige Stadtboden verläuft von Fassade zu Fassade, bildet eine kulturelle Bühne der Bespielung und vernetzt den Kulturraum Helvetiaplatz zu einem robusten, anpassbaren Kulturparkett.

Der Helvetiaplatz ist ein geschichtsträchtiger Ort mit Charakter. Die Idee ist es, den Platz durch das Strahlenkonzept für NutzerInnen wiedererkennbar zu machen. In einem regelmäßigen Abstand werden Stelenleuchten positioniert, welche die Strahlen buchstäblich auf den Platz holen. Sie dienen der Orientierung und der Identitätsbildung und verstärken den einzigartigen Charakter des Ortes. Die historische Form des Platzes erfährt eine zeitgemäße Neuinterpretation, ohne sich aufzudrängen. Dabei sind Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualitäten ebenso wichtig wie der kulturelle Mehrwert. 

Der durchgängige Plattenbelag nimmt die dreieckige Platzgeometrie auf und verbindet durch seine Einheit alle Teilräume miteinander. Im Randbereich öffnet sich der Belag und wird von unbefestigten Freirauminseln aufgebrochen, die mit eleganten Möbeln die BesucherInnen zur Raumaneignung und Bespielbarkeit einladen. Das Kioskdach, die Pergola und die Bühne bringen als architektonische Sonderelemente die weich geformten Freirauminseln in die dritte Dimension und versorgen den Platz mit wichtiger Infrastruktur. Zusätzlich werden durch fünf Schwerpunktbereiche unterschiedliche Teilraumqualitäten gebildet. Das Kultur-Entrée bildet das Platztor nach Norden. Als Vorzone zu den Kulturbauten werden hier die neuesten Ausstellungen beworben und Veranstaltungen im öffentlichen Raum realisiert. Der Kunst-Spiel-Park zeichnet sich durch den hohen Grünanteil mit Erholungsfaktor aus. Sanfte Rasenwellen laden zum Spielen ein. Die integrierte Bühne ist vom Vortrag bis zur Performance nutzbar. Der Kultur-Platz hingegen hat einen Infrastruktur-Charakter. Er ist ein Ort des Ankommens mit attraktivem Kiosk, Toilettenanlage & Grand Palais. Am Pergola-Platz herrscht städtisches Flair beim Museumscafé und dem Wasservorhang. Ergänzend zu den mit einem Baumdach geschützten Randbereichen, bietet der Brunnen-Platz eine große zusammenhängende befestigte Fläche, die sich vor allem durch ihre flexible Nutzung auszeichnet. Als Entrée zum Historischen Museum ist er ein wichtiger Treffpunkt für BesucherInnen und lässt den Blick auf das Museum und das Welttelegraphen-Denkmal frei.

Der Ort soll allen VerkehrsteilnehmerInnen gleichwertig zur Verfügung stehen. Ein Begegnungsraum mit einer reduzierten Markierung der Fahrspur auf Niveau des Platzes erzeugt einen Raum des Fair Use. FußgängerInnen sollen wieder das Gefühl haben, am Helvetiaplatz willkommen zu sein.